Frostige Pfade

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Ahriman
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Frostige Pfade

Beitrag von Ahriman » Do 16. Mai 2019, 20:36

Ich dachte mir ich schreibe zu unserer Frostgrave-Kampagne kleine Geschichten dazu, da es ein ziemlich erzählerisches Spiel ist und es viel Spaß macht. :)
Leider bin ich nicht der beste Schreiber(Rechtschreibung *würgs*), also erwartet keine Wunder. Es soll nur zur leichten Unterhaltung dienen. ;)


Frostige Pfade

Kapitel I

Der Nebel lag dicht und schwer über den lavinischen Sümpfen, während eine Gruppe Abenteurer durch den Morast watete.
Angeführt von dem Dämonenbeschwörer, Al’Qasari, waren diese Chaosanbeter auf der Suche nach dem Grab von Ingmat Jonas. Einem Abenteurer, der angeblich eine Karte der berühmten Stadt Falstad besaß, um sich darin besser zurechtfinden zu können. Nun besser bekannt unter dem Namen Frostgrave. Falstad war einst eine mächtige Metropole, die das Zentrum eines riesigen magischen Imperiums bildete. Ihre unzähligen Türme, Katakomben, Bibliotheken, magische Schulen, Labore und Tempel galten als die größten Wunder ihrer Zeit. Unzählige magische Artefakte, Tränke und Schriftrollen entstanden in ihren Werkstätten. Doch all dies verging in einer unheilvollen Nacht. Ein genauso törichter wie machthungriger Magier entfesselte Kräfte denen er nicht gewachsen war. Ein unmöglicher Blizzard vergrub die Stadt in Eis und Schnee. Es blieb nur eine trostlose Tundra. Nach tausend Jahren fingen der Schnee und das Eis an zu weichen und Felstad kam zum Vorschein. Häuser und Paläste liegen in Trümmern, untote Geschöpfe, Wildtiere und magische Konstrukte, Überbleibsel der Forschung des Imperiums, durchstreifen die Ruinen. Es ist ein gefährlicher Ort des Bösen. Nur wenige tapfere Seelen leben noch in nahegelegen Dörfern. Durch sie erhielt die Stadt ihren neuen Namen: Frostgrave – das eisige Grab. Jedes vernünftige Individuum schlägt einen weiten Bogen um diese Stätte – aber für diejenigen, die nach Mach und Reichtum streben, bieten sich in diesem tödlichen Labyrinth voller Geheimnisse und vergessenen Wissens ungeahnte Möglichkeiten.
Wie es unter Reliquiensuchern üblich war, ließ sich Ingmat mit seinen ganzen Schätzen und Artefakten in seiner Krypta beisetzen.
Tief in den Sümpfen Lavinias lag die uralte Nekropole, wo sich Legenden nach, diese Krypta befand.
Die bunte Gruppe bestand neben dem Beschwörer Al‘Qasari, aus dem Khorne-Champion Harry dem Hammer, dem Auserkorenem Slambo, dem Barbar Kormak, dem Schatzjäger Mekesh, der slaanseh-huldigenden Bogenschützin Zarya und dem Tzeentch-Kultisten Azul.
Jeder von ihnen folgte seinem eigenen selbstsüchtigen Ziel, sei es Ruhm, Macht, Reichtum, Unsterblichkeit oder einfach nur Spaß.
Als der Nebel sich plötzlich lichtete, stand sie vor ihnen. Die mächtige Nekropole Laven. Es würde nicht einfach werden auf diesem Friedhof, in der Größe einer Stadt, fündig zu werden. Doch der Magier war zuversichtig. Nach tagelanger Suche und zahlreichen Begegnungen mit Untoten, zeichneten sich in der Ferne endlich die Umrisse einer Krypta, die zur Beschreibung passte.
Just in dem Moment spürte Al’Qasari plötzlich zwei Präsenzen im Warp. Es fühlte sich an, als ob man beim Tauchen den Druck von jemanden spürt, der an einem vorbei schwimmt. Weitere Magier waren bereits auf dem Weg zum Grab. Von Ehrgeiz gepackt befahl der Chaoshexer seinen Schergen voranzustürmen, um vor den gegnerischen Schatzsuchern da zu sein.
Die Chaoskrieger eilten voran, in der Hoffnung endlich mal auf würdige Gegner zu treffen. Sie waren es satt ständig Skeletten und Zombies die Schädel einzuschalgen. Es dauerte nicht lange und da waren die feindlichen Abenteurer auch schon zu sehen. Al’Qasari erkannte den alten Elementarmagier Saumius und seinen Lehrling Som. Er stammte aus dem feurigen Reich Aqshy und war für seine hitzige Magie bekannt. Sie wurden von einem Bogenschützen und zwei Schlägern begleitet.
Die zwei Gruppen befanden sich in ungefähr gleicher Entfernung zu ihrem Ziel, als ihnen ein paar klapprige Skelette entgegen kamen.
Al’Qasari schleuderte ein paar herumliegende Knochensplitter auf ein Skelett, was die Gruppe überraschte. Doch genauso wie Zaryas Pfeil, flogen die einfach durch die Rippen des Klappergestells hindurch. Währenddessen verwandelten Saumius und Som auf der anderen Seite zwei Untote zu Asche. Der Beschwörer wurde ganz rot, entweder vor Zorn oder vor Peinlichkeit, als er glaubte Harry „Lächerlich!“ rufen zu hören. Mühelos zerschmetterte Harry mit einem Rückhandschlag seines Hammers das Skelett und stürmte gemeinsam mit Slambo voran, um die andere Gruppe zu flankieren.
In der Zwischenzeit eilten der Rest der Bande direkt auf Ingmats Grab zu, allen voran Kormak, der lauthals Anbetungen an die dunklen Götter brüllte. Auf dem Weg dorthin fand Azul zwischen den Grabsteinen eine Schatulle, die er sofort aufnahm und sich auf den Weg zurück zum Basislager machte, welches am Rand der Nekropole errichtet wurde.
Als Al’Qasari sich von seiner Schmach erholte, beschwor er einen blauen Horror des Tzeentch, der sich sofort brabbelnd auf den Weg zur Krypta machte. Danach suchte der Chaoshexer hinter einem Grabstein Deckung, da ihm Saumius Feuerbälle entgegenschleuderte. Al’Qasari wurde leicht getroffen. Som gab währenddessen einem Schläger aus seiner Gruppe Feuerdeckung, damit dieser zum Grab eilen konnte um die Karte zu bergen. Mittlerweile haben Kormak und der Schatzjäger Mekesh die Grabstätte erreicht und betraten sie, während draußen sich Zarya und der feindliche Bogenschütze ein Duell lieferten. Der Elementarmagier und sein Schütze befanden sich in Deckung, mit gutem Blick auf die Krypta. Was sie jedoch nicht ahnten, war das Harry und Slambo sie im Schutz der Ruinen und Dunkelheit schon fast erreicht haben.

Der Chaosbeschwörer trat aus seiner Deckung, um Saumius mit Knochenpfeilen zu bedecken, als dieser plötzlich mit einem Feuerschwall aus der Entfernung antwortete. Al’Qasaris Roben gingen sofort in Flammen auf, was ihn zum Rückzug zwang. Zufrieden lächelnd, beobachtete Saumius wie der brennende Beschwörer davoneilte.
In der Krypta haben Kormak und Mekesh bereits ihre ersten Schätze gefunden, woraufhin sie sich vollbeladen auf den Rückweg machten. Der von Al’Qasari beschworene Dämon war auf seiner Schatzsuche auch erfolgreich gewesen und machte sich nun auf die Suche nach seinem Meister. Auch die Abenteurer des Elementarmagiers waren mit ihrer Reliquiensuche erfolgreich gewesen und waren mittlerweile auf dem Rückweg, als plötzlich ein wehklagender Schrei zu hören war. Einer von Saumius´s Schlägern wurde von einer Banshee überrascht. Sie umkreiste ihn, während er erfolglos versuchte, sie mit seiner Axt zu treffen. Doch die Hiebe glitten nur durch sie hindurch. Die Banshee stieß einen schrillen Schrei aus, der den Kämpfer für eine Weile ohnmächtig werden ließ. Sofort stürzte sie sich auf ihr nächstes Opfer, dem Bogenschützen aus Saumius´s Gruppe. Dieser war gerade dabei vor Harry und Slambo wegzurennen. Ihm erging es nicht anders als dem Axtkämpfer. Um seinen Handlangern besseren Schutz zu bieten, projizierte Saumius ein magisches Auge an die Außenmauer eines Mausoleums. Von diesem Auge aus konnte er seine Zaubersprüche sprechen, ohne dabei aus Deckung zu müssen.
Die Banshee ließ nun auch von dem Bogenschützen ab und flog in die Nacht davon. Auch die restlichen Abenteurer machten sich auf dem Rückweg, da es hier nichts mehr zu holen gab.
Im Lager hat sich Al’Qasari bereits von seinen Verletzungen erholt, als auch die letzten Mitglieder seiner Gruppe eintrafen. Er war über einem Tisch gebeugt und inspizierte die Beute seiner Schatzsucher. Es befanden sich nur Tränke und Goldmünzen darunter. Rasend vor Zorn, schleuderte er das Gold quer durchs Zelt. Die erhoffte Karte war nicht dabei. War alle Mühe vergebens gewesen? Spielte Tzeentch nur Spielchen mit ihm? Nein, das konnte nicht sein, der Rabengott würde nicht einen seiner vielversprechendsten Jünger in die Irre führen, dachte sich Al’Qasari. Er beschloss die Verfolgung von Saumius aufzunehmen und befahl seiner Gruppe sofort das Lager zusammen zu packen, um aufzubrechen. Er würde nach Frostgrave kommen und wenn es das Letzte ist was er tue.



Kapitel II

Endlich.
Am Horizont konnte Zarya die Umrisse Frostgraves erkennen. Nachdem sie Saumius´s nichtsahnende Gruppe monatelang verfolgt haben, war die Stadt nun in greifbarer Nähe. Sie musste sofort dem Dämonenbeschwörer Bescheid geben.
Beeilung war angesagt, denn die Truppe des Elementarmagiers war schon kurz vor den Toren. Sie und Mekesh hasteten zurück zum Lager, wo die restlichen Abenteurer bereits auf die beiden warteten.
Al’Qasari war mehr als erfreut über die Nachricht und sie brachen augenblicklich auf. Er wollte umbedingt vor dem alten Magier in der Ruinenstadt sein, da es dort einiges zu holen gab. So leicht ließ er sich nicht die Schätze wegschnappen. Sie nahmen nun die verwitterte Straße, da es nun keinen Grund mehr für Diskretion gab. Zusätzlich durch dunkle Magie angetrieben, holten sie die feindliche Bande schnell ein.
Die waren auch schon gerade dabei ihre erste Kostbarkeit zu bergen, was sich aber als fatal für diese armen Irren herausstellte. Denn dies hatte zur Folge, dass sie die Aufmerksamkeit des Torwächters auf sich zogen. Der Torwächter war ein uralter muskelbepackter Dschinn. Seine Haut war violett und sein Körper endete in einer Nebelwolke statt Beinen. Wo sein Mund sein sollte, wanden sich stattdessen Tentakel aus seinem Gesicht. Al’Qasari kannte diese mächtige Art von Dämonen. Sie wurden üblicherweise in kleinen Gefäßen versiegelt, um unglückliche Abenteurer zu überraschen.

Die Kohorte des Chaoshexers nutzte die Gelegenheit und drangen weiter Richtung Frostgrave vor, während Zarya und Al’Qasari die Gruppe von Saumius mit Pfeilen und magischen Projektilen eindeckten. Womit sie auch ziemlich erfolgreich waren, der feindliche Bogenschütze wurde von Zaryas Pfeil in die Schulter getroffen und stürzte nun zu Boden. Der Lehrling Som wurde von Knochensplittern verwundet, die der Beschwörer auf in schleuderte. Er ging daraufhin in Deckung, um sich zu erholen. Saumius wollte seinem Axtkämpfer helfen, der gerade von dem Dschinn bedrängt wurde, aber da sich die zwei im heftigen Nahkampf befanden, wollte er nicht riskieren seinen Söldner mit dem Feuerball zu verkohlen. Stattdessen konzentrierte er sich darauf, Som und seinen Bogenschützen zu unterstützten. Mit seinen typischen Feuerbällen wollte er Al’Qasari unter Druck setzen, doch er konnte den Zauber nicht manifestieren. Die ganze Situation wurde ihm wohl langsam zu viel. Sein zweiter Schläger hatte mittlerweile eine Truhe geborgen und machte sich auf den Weg zurück zu Basis, um die Beute zu sichern.
Auch Slambo und Mekesh haben auf dem Weg zur Stadt, in den umliegenden Ruinen, ihre ersten Reliquien gefunden. Der Dämonenbeschwörer beauftrage die beiden ein Lager am Stadtrand zu errichten, wo sie die Sachen in Sicherheit bringen konnten. Er verstärkte die Beiden mit dämonischen Kräften, womit sie mit Sprüngen große Entfernungen hinter sich bringen konnten. Plötzlich hörte Al’Qasari hinter sich ein stöhnen und grunzen. Als er sich umdrehte, erkannte er, dass sich eine Horde Zombies auf dem Weg zu ihnen befand. Der verrottete Haufen wurde von einem Ghul angeführt.

„Harry, Azul, das sieht nach einer Aufgabe für euch aus.“ sagte Al’Qasari und deutete auf die näherkommenden Untoten. Sofort machten sich die zwei auf ins Getümmel. Mit seinem Hammer zerschmetterte Harry die Schädel der Zombies, als wären sie faulige Früchte, während Azul mit seiner Klinge durch die Meute hackte. Als nur noch der Ghul stand, freute sich Harry endlich mal auf einen würdigen Gegner, durch den noch Blut floss, dass er zu Ehren Khornes vergießen konnte. Der Leichenfresser war relativ flink und griff mit seinen Klauen den Khorne-Champion an. Doch dieser zerschmetterte mit seinem Schild die Hände des Unholds, was diesen aufschreien ließ. Harry ließ seinen Hammer von oben auf den Ghul herabsinken. Mit einem schmatzenden Krachen verpuffte der Kopf des Monsters zu Blutnebel. Der Hammer ist zwar eine untypische Waffe für einen Diener des Blutgottes, da von den Schädeln meist nichts mehr übrigblieb und man sie somit nicht mehr opfern konnte. Doch Blut floss dafür genug und das reichte Harry.

Mittlerweile lag der Axtkämpfer, der von dem Dschinn angegriffen wurde, verletzt am Boden. Der Torwächter suchte sich Saumius als sein nächstes Opfer aus und flog in seine Richtung. Bedrängt von dem Dämon, konnte der Elementarmagier keine Zauber wirken und seine Schwerthiebe blieben auch erfolglos.
Al’Qasari befand sich derweil in einem derartigen Machtrausch, dass er immer mehr Knochensplitter auf den armen Som regnen ließ und dieser somit leblos zu Boden fiel. Saumius spürte das Ableben seines Lehrlings. Fassungslos stand er nur da, was der Dschinn ausnutzte und in mit einem mächtigen Hieb wegschleuderte.
Von der Gruppe des alten Magiers blieb nur noch der Schläger übrig, der gerade versuchte seinen geborgenen Schatz in Sicherheit zu bringen. Mühelos schoss der Dschinn eine magische Sphäre auf das fliehende Opfer und traf. Der Kämpfer ging ohnmächtig zu boden und ließ den Schatz fallen.
Als der Torwächter sich nun um die Bande des Chaoshexers kümmern wollte, merkte er plötzlich wie seine Kräfte ihn verließen. Al’Qasari hatte angefangen den Dämon zu bannen und sperrte ihn somit zurück in die Flasche. Dämonenbeschwörer waren auch in der Lage Dämonen zu bannen, falls sie aufmüpfig werden sollten.
Die Chaosanbeter hatten nun genug Zeit den Stadtrand zu plündern. Saumius hatte noch genug Kraft, um ein Portal zu ihrem Lager zu öffnen. Er und seine verletzten Krieger flohen hindurch, einzig die Leiche von Som mussten sie leider zurücklassen. Dies schmerzte den betagten Magus sehr.
Al’Qasari stand über dem leblosen Körper des Schülers und lächelte diabolisch, was seine durch Mutation angespitzten Zähne offenbarte. Der Körper des jungen Elementarmagiers wird ihm noch gut dienen. Er wollte ihn als Gefäß nutzen, um einen Dämon an ihn zu binden. Je magiebegabter der Wirt, desto mächtigere Dämonen würde den Körper besessen. So zum Beispiel Herolde des Tzeentch, die selber sehr starke Zauberwirker sind.
An diesem Abend zelebrierte der bunte Haufen, den Al’Qasari um sich gesammelt hat. Im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen mit der anderen Bande, waren sie diesmal sehr erfolgreich und der Dämonenbeschwörer konnte sich den Respekt der anderen erarbeiten. Sogar von Harry, der Magier eigentlich verabscheute. Er folgte Al’Qasari nur, da er sich viel Ruhm versprach und so langsam schien es sich auszuzahlen.
Am nächsten Morgen vollzog er auch Ritual, womit er einen Dämon an den Körper Soms band. Er war nun vom Dämon Raqmedin besessen. Einem Herald des Tzeentch, der nun Al’Qasaris rechte Hand wurde.
Die Beute war mittlerweile auch begutachtet und aufgeteilt worden. Es waren diesmal mächtige magische Artefakte, Waffen und Bücher dabei gewesen. Natürlich auch viel Gold.
Jetzt waren sie bereit weiter in die Stadt vorzudringen. Am Horizont war auch schon ein mächtiger Turm zu sehen, den Al’Qasari als nächstes Ziel bestimmte.
Dies war erst der Anfang und sie würden noch auf weitere Magier und alle möglichen Gefahren treffen.
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